20. Februar Kamerun – Januar 2026
Datum: Januar 2026
Ort: Kamerun
Vom 24. bis 31. Januar 2026 führten wir unsere erste medizinische Mission als Stiftung Urointec im Krankenhaus Notre Dame de la Santé (Dschang, Kamerun) durch, wo wir medizinische Konsultationen, komplexe urologische Operationen, spezialisierte rheumatologische Behandlungen und Fortschritte bei der Digitalisierung des Krankenhauses durchführten.
Medizinische Versorgung und spezialisierte urologische Chirurgie
Eine Woche lang arbeitete das Team Hand in Hand mit dem lokalen Gesundheitspersonal und versorgte Patienten, die lange Zeit keinen Zugang zu spezialisierter Behandlung hatten.
Es wurden 82 urologische Konsultationen und 27 Operationen durchgeführt, darunter rekonstruktive Eingriffe, die Behandlung fortgeschrittener Nierensteine und pädiatrische urologische Erkrankungen. Diese Art von Eingriffen erfordert spezifische technische Erfahrung und ist vor Ort nicht immer verfügbar, sodass ihre Durchführung einen direkten Einfluss auf die Gesundheit und Lebensqualität der Patienten hat.
Erste Kampagne der Rheumatologie
Im Rahmen der Erweiterung des medizinischen Tätigkeitsbereichs der Mission haben wir erstmals eine Rheumatologie-Kampagne unter der Leitung von Dr. Urska Progar, Assistenzärztin am Hospital Doctor Negrín in Las Palmas de Gran Canaria, durchgeführt, bei der mehr als 150 Patienten mit chronischen Muskel-Skelett-Erkrankungen und Entzündungskrankheiten behandelt wurden.
Diese Maßnahme hatte eine besonders große Wirkung, da es sich um die erste Kampagne dieser Art in diesem Krankenhaus handelte, in dem es normalerweise keinen Zugang zu rheumatologischer Versorgung gibt. In einer Region, in der ein Großteil der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig ist und körperlich anstrengende Arbeiten verrichtet, verursachen osteoartikuläre Erkrankungen anhaltende Schmerzen, Funktionseinschränkungen und den Verlust der Arbeitsfähigkeit, was sich direkt auf die Lebensqualität und den Lebensunterhalt der Familien auswirkt.
Für uns war es sehr wertvoll, diese neue Versorgungslinie gemeinsam mit dem Team vor Ort voranzutreiben und auf ein echtes Bedürfnis der Gemeinschaft einzugehen, indem wir einen ganzheitlicheren Ansatz in die Patientenversorgung integriert haben.
Digitalisierung im Krankenhauswesen und Verbesserung des lokalen Gesundheitssystems
Neben der medizinischen Versorgung arbeiten wir weiterhin gemeinsam mit dem Krankenhaus an der Implementierung einer Klinikverwaltungssoftware, die medizinische Informationen digitalisiert und organisiert, wodurch die Patientenverwaltung verbessert und ein umfassenderer klinischer Überblick ermöglicht wird. Dieser Fortschritt sorgt für mehr Ordnung im Tagesgeschäft, optimiert die Behandlungszeiten und erleichtert die Arbeit des medizinischen Personals. Außerdem verbessert er die medizinische Rückverfolgbarkeit und schafft die Grundlage für die Fernüberwachung der Patienten von Spanien aus, was die Kontinuität der Versorgung nach der Mission fördert. Während der Mission schulen wir das lokale Team weiterhin in der Anwendung des Systems, und diese Begleitung wird anschließend aus der Ferne fortgesetzt, was eine Konsolidierung der Nutzung und eine schrittweise Verbesserung der Organisation der Versorgung ermöglicht.
Obwohl diese Arbeit weniger sichtbar ist als chirurgische Eingriffe, ist die Digitalisierung von Krankenhäusern von grundlegender Bedeutung, um die lokale Gesundheitsstruktur zu stärken und eine besser organisierte, effizientere und nachhaltigere Versorgung zu gewährleisten, wenn internationale medizinische Missionen beendet sind.
Die Schlüsselrolle des Freiwilligenteams
Nichts von dem, was während dieser Mission erreicht wurde, wäre ohne das Team von freiwilligen Fachleuten möglich gewesen, die nach Kamerun gereist sind und die Arbeit vor Ort unterstützt haben. An der Mission nahmen die Urologen Dr. Pablo Juárez del Dago, Dr. Rubén Cutanda und Dr. Daniel Rodezno, der Anästhesist Dr. Airam Sadarangani, die Anästhesiepflegerin Melania Castro, die Krankenschwester Nira Santos, der Koordinator der OP-Pflege Oliver Estupiñán, die Krankenschwester Ana Arbona, die technische Unterstützung für die Digitalisierung im Krankenhaus Liliana Penichet und Yasmina Pérez, verantwortlich für die audiovisuelle Dokumentation, Kommunikation und Koordination der Mission.
Ihr Engagement, ihre Erfahrung und ihre Arbeitsfähigkeit ermöglichten es, Sprechstunden abzuhalten, komplexe Operationen durchzuführen und mit dem lokalen Gesundheitspersonal in intensiven und anspruchsvollen klinischen Arbeitstagen zusammenzuarbeiten. Über ihre medizinische Arbeit hinaus ist ihre Anwesenheit der eigentliche Motor für diese Art von Projekten: Fachleute, die sich entschließen, ihr Wissen in den Dienst derer zu stellen, die es am dringendsten benötigen. Ihr Engagement ermöglicht nicht nur die Durchführung der Mission, sondern erweitert auch deren Wirkung und schafft eine solide Grundlage für zukünftige Einsätze.
Audiovisuelle Dokumentation
Während der gesamten Mission wurden professionelle Foto- und Videoaufnahmen gemacht, die zwei Ziele verfolgten: Zum einen sollte nützliches Material für das Krankenhaus selbst erstellt werden, um dessen Arbeit sichtbar zu machen und die institutionelle Kommunikation zu stärken. Zum anderen sollten informative Inhalte produziert werden, um die Arbeit der Stiftung vor Ort klar und transparent zu erklären.
Diese Dokumentation ist entscheidend für die Sensibilisierung der Gesellschaft und die Nachhaltigkeit künftiger medizinischer Missionen.
Ein erster Schritt eines langfristigen Projekts
Diese erste Mission der Stiftung Urointec in Kamerun markiert den Beginn einer kontinuierlichen Zusammenarbeit, die auf der koordinierten Arbeit mit dem lokalen Team, der Stärkung der Gesundheitskapazitäten und dem Streben nach einer nachhaltigen Wirkung basiert.